Elektromobilität für Unternehmen
Die Elektromobilität ist mehr als eine zukunftsweisende Technologie, sie ist nun zum Alltag geworden – und der Alltag beginnt schon in Ihrem Unternehmen. Hierfür bieten wir Ihnen unsere intelligente Ladelösung an.
Typische Standorte für die Ladeinfrastruktur

Typische Standorte für Ladeinfrastruktur
Privater Aufstellungsort:
Einzel-/Doppelgarage bzw. Stellplatz beim Eigenheim
Parkplätze bzw. Tiefgarage von Wohnanlagen, Mehrfamilienhäusern, Wohnblocks
Firmenparkplätze auf eigenem Gelände
Öffentlich zugänglicher Aufstellungsort:
Autohof, Autobahnrastsätte
Einkaufszentren, Parkhäuser, Kundenparkplätze
Straßenrand/öffentliche Parkplätze
Stromversorgung
Privater Aufstellungsort:
Über vorhandenen Hausanschluss
Privater/Öffentlich zugänglicher Aufstellungsort:
Über vorhandenen Anschluss der Anlage oder seperaten Anschluss an das Niederspannungs- bzw. Mittelspannungsgesetz
Öffentlich zugänglicher Aufstellort:
Über vorhandene Infrastruktur oder neuen Anschluss an das Niederspannungs- bzw. Mittelspannungsnetz
Was benötige ich zur Anmeldung meiner Ladeeinrichtung?
Wenn Sie Ihr E-Fahrzeug zu Hause laden wollen, können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen (z.B. eine vorhandene Steckdose, eine Wallbox oder eine Ladesäule). Je nach Variante sind verschiedene Ladeleistungen möglich. Ab einer Leistung von 4,6 kW muss die Ladung dreiphasig erfolgen.
Beim Laden eines Elektrofahrzeuges wird die Leistung über einen längeren Zeitraum konstant benötigt. Im Haushalt werden die elektrischen Betriebsmittel in der Regel nicht für eine konstante Leistungsentnahme ausgelegt. Um eine Brandgefahr auszuschließen, dürfen die Installationsarbeiten für Ihre Ladestationen nur von Fachfirmen durchgeführt werden. Eingetragene Fachfirmen in unserem Netzgebiet finden Sie hier:
Um Ihnen und allen anderen Kunden die Leistung für die Ladeeinrichtung bereitstellen zu können, hat der
Gesetzgeber eine Anmeldepflicht für sämtliche Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge erlassen. Die
Anmeldung führt üblicherweise die Fachfirma für Sie durch. Sie können aber auch selbst in unserem
Onlineportal Ihre Ladeeinrichtung anmelden.
Anmeldung der Ladeeinrichtung
Gemäß der Niederspannungsanschlussverordnung und den Technischen Anschlussbedingungen sind Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge bis einschließlich 12 kVA anmeldepflichtig – also beim Netzbetreiber zu melden. Für Ladeeinrichtungen größer 12 kVA ist vor Errichtung die Zustimmung des Netzbetreibers einzuholen. Der Anmeldeprozess kann durch das von Ihnen gewählte Installationsunternehmen in unserem Online-Portal gestartet werden. Unsere Technischen Anschlussbedingungen finden Sie unter dem folgenden Link.
Sobald die Anmeldung samt Unterlagen bei uns eingegangen ist, wird diese geprüft. Bei Rückfragen nehmen wir Kontakt mit Ihnen bzw. Ihrem Installateur auf.
Für anmeldepflichtige Geräte gilt: Nach einer positiven Prüfung erhalten Sie unsere Anschlusszusage sowie eine Aufstellung über die gegebenenfalls anfallenden Kosten.
Jetzt ist wieder Ihr Installateur an der Reihe. Er kann nun mit der Installation der Ladeeinrichtung und falls gewünscht mit der Vorbereitung des Zählerplatzes beginnen.
Der Ladestrom kann grundsätzlich über den vorhandenen Stromzähler erfasst werden. Wenn der Ladestrom jedoch separat gemessen werden soll, benötigen Sie einen weiteren Zähler. In diesem Fall stimmt Ihr Elektroinstallateur einen Termin mit uns ab und setzt mit uns den Zähler.
Die Elektromobilität
Für die Versorgung von Elektrofahrzeugen mit elektrischer Energie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. In dem folgenden technischen Leitfaden finden Sie eine umfassende Beschreibung über die Ladenmöglichkeiten, die Planung des Anschlusses und den sicheren Betrieb zum Thema Elektromobilität.
Gern stehen wir Ihnen beim Thema Elektromobilität auch mit unseren Dienstleistungen zur Seite.
Fragen und Antworten
Sie haben eine Frage? Vielleicht gibt es ja auf diese bereits eine Antwort. Schauen Sie doch mal in unserer FAQ-Liste nach.
Jeder, der eine Karte eines großen Verbundes, wie z. B.
- EnBW
- Maingau Energie
- EWE
- Has.to.be
- NewMotion (Shell Recharge)
- PlugSurfing
- Digital Charging Solution (z. B. Audi e-tron Charging Service oder Mercedes me Charge)
- eeMobility
- Trafineo
besitzt, kann ohne Beschränkung an der Säule laden. Darüber hinaus kann man den Ladevorgang auch über die Apps der unterschiedlichen Anbieter starten.
Bei E-Autos ist die Dauer des Ladens abhängig vom Fahrzeug-Modell und der Ladeanlage: Das Laden einer 20 kWh-Autobatterie über einen Hausanschluss mit 3,7 kW (230 V, 16 A) dauert ca. 3,8 Stunden. Der Ladevorgang kann also bequem über Nacht laufen und das Elektroauto für den neuen Tag voll einsatzbereit machen. Das Laden einer 20 kWh-Autobatterie dauert bei 22 kW (400 V, 32 A) ca. 40 Minuten. Das Laden einer 20 kWh-Autobatterie dauert bei 50 kW (>450 V DC, >100A) ca. 20 Minuten.
Sofern das richtige Kabel vorhanden ist, kann auch eine haushaltsübliche Schuko Steckdose für das Aufladen des Elektrofahrzeugs genutzt werden. Zu beachten sind die unterschiedlichen Ladezeiten zwischen einer Schuko-Haushaltssteckdose und anderen Systemen. Um einen sicheren Betrieb garantieren zu können, sprechen Sie Ihren Elektroinstallateur an.



Elektroauto ist nicht gleich Elektroauto auch hier gibt es Unterschiede in Funktionsweise und Aufbau. Je nach Fahrverhalten eignen sich demnach auch unterschiedliche Modelle. Die drei herkömmlichsten Arten sind: Das reine Elektroauto, der Range Extender und der Plug-In-Hybrid. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den Aufbau und die Unterschiede der drei Arten.
Das reine Elektroauto (BEV)
Reine Elektrofahrzeuge sind ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet und beziehen die für den Antrieb benötigte Energie aus einer Energiequelle (Batterie) im Fahrzeug. Die Batterie wird über das Stromnetz aufgeladen und kann zurückgewonnene Bremsenergie speichern (Fachbegriff: Rekuperation). Da diese Fahrzeuge im Englischen "Battery Electric Vehicle" genannt werden, hat sich mittlerweile auch im Deutschen die Abkürzung BEV eingebürgert.
Range Extender (REEV)
Elektrofahrzeuge, die zusätzlich zur Batterie einen Verbrennungsmotor (den sogenannten „Range Extender“ = Reichweitenverlängerer) verbaut haben, nennt man „Range Extended Electric Vehicle“ (REEV). Aufgrund der aktuell noch teuren Batterietechnik werden diese von einigen Automobilherstellern angeboten. Der Zusatzmotor liefert Strom für die Batterie, treibt das Fahrzeug jedoch nicht direkt an (im Gegensatz zum PHEV). Bei niedrigem Batteriestatus wird der Range Extender automatisch aktiviert und hält den Akkustatus durch den Ladestrom während der Fahrt auf einem konstanten Niveau. Damit wird verhindert, dass das Auto während der Fahrt aufgrund einer leeren Batterie liegen bleibt.
Plug-In-Hybridfahrzeug (PHEV)
Ein Hybridfahrzeug vereint das elektrische mit dem konventionellen Antriebssystem (HEV = "Hybrid Electric Vehicle"). Diese Fahrzeuge sind sowohl mit einem Elektromotor als auch mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet. Diese Fahrzeuge haben den Vorteil, dass alltägliche Kurzstrecken rein elektrisch zurückgelegt werden können, aber auch größere Distanzen kein Problem darstellen. Mit den Fortschritten bei der Batterietechnik wird es künftig möglich sein, den elektrischen Anteil immer weiter zu vergrößern. Bei einem HEV lädt sich
die Batterie über zurückgewonnene Bremsenergie oder den Verbrennungsmotor. Wird eine Batterie verwendet, die über das Stromnetz aufgeladen werden kann, spricht man von einem „Plug-In-Hybrid Electric Vehicle“ (PHEV).
Die Lebensdauer der Batterie hängt von vielen Faktoren ab, die je nach Konstruktionsprinzip der Batterie einen mehr oder weniger großen Einfluss haben, darunter beispielsweise von den Betriebsbedingungen, der Fahrweise oder den eingesetzten Materialien.
Grundsätzlich gilt, dass sich die Lebensdauer durch zu schnelles Laden oder Entladen sowie durch wiederholte Tiefentladung verringern kann. Übersetzt in den Alltag heißt dies, dass vorzugsweise langsam (z. B. über Nacht) geladen werden sollte, dass häufige extreme Beschleunigungsvorgänge zu vermeiden sind und dass nachgeladen werden sollte, bevor die Batterie ganz leer ist.
Auch die Umgebungstemperatur kann eine Rolle bei der Alterung spielen; so stellen Temperaturen von über 30 Grad Celcius eine hohe Belastung dar.
Die normale Nutzung eines Elektrofahrzeugs sollte die Lebensdauer der Batterie allerdings nicht beeinflussen.

