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Auslaufende EEG-Förderung

Im Folgenden haben wir nach derzeitiger Gesetzeslage die momentan möglichen Optionen zur weiteren Einspeisung aufgeführt

Option 1 - Umbau der Anlage auf vollständigen Eigenverbrauch

(ausschließlich eigene Nutzung der erzeugten Energie)

  • Die erzeugte Energie wird nicht mehr ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist, sondern ausschließlich durch den Erzeuger und/oder durch Dritte zu 100 % vor Ort verbraucht
  • Hierbei kann eine Optimierung durch Speicher, Wärmepumpen und/ oder Elektromobilität bzw. andere geeignete Lasten erfolgen
  • Technisch lässt sich eine Nichteinspeisung auch durch den Einbau von Energieflussrichtungssensoren unter Berücksichtigung der für die Anlage gültigen technischen Richtlinien realisieren

Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Elektroinstallateur, um den technischen Umbau abzuklären.

Option 2 - Direktvermarktung der erzeugten Energie

  • Die erzeugte Energie wird vollständig in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist
  • Der Vertrieb erfolgt über einen Stromhändler (Direktvermarkter) an der Strombörse (max. zum Börsenpreis), hierzu ist eine Anmeldung des Direktvermarkters bei der EAM Netz erforderlich
  • Für die Vermarktung ist eine registrierende Leistungsmessung erforderlich und somit ein Austausch einer ggf. vorhandenen Arbeitsmessung (Arbeitszähler)

Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Direktvermarkter, der den Strom abkaufen möchte.

Option 3 - Überschusseinspeisung

(Kombination aus Eigenverbrauch und Direktvermarktung des Reststroms)

  • Die erzeugte Energie wird nur teilweise durch den Erzeuger und/oder einen Dritten vor Ort verbraucht; Erster Schritt dazu siehe Option 1
  • Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz unter den Bedingungen von Option 2 eingespeist

Option 4 - Rückbau der Anlage

  • Je nach Zustand der Anlage und ihrer Komponenten ist eine Abwägung empfehlenswert, inwiefern ein Weiterbetrieb nach den vorgenannten Optionen noch eine Alternative darstellen.
  • Die Abmeldung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und beim Netzbetreiber ist ebenfalls erforderlich

Option 5 (bei Windenergieanlagen) - Repowering

  • Für Windenergieanlagen besteht die Option des Repowerings
  • Hierbei ist allerdings immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig, da die Vorschriften und Bedingungen für das Repowering verschärft wurden, z.B. die Abstandsregelungen

Option 6 (bei Biogasanlagen) - Anschlussförderung

  • Unter bestimmten Voraussetzungen ist Ihre Biogasanlage für eine Anschlussförderung qualifiziert
  • Die Anmeldungen bzw. Voraussetzungen finden Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur

 

Andere Optionen können sich ergeben, wenn sich die Gesetzeslage ändert.

Hinweis: Sofern Strom in Form der Direktvermarktung eingespeist wird, ist für die Abgrenzung der nicht mehr geförderten Energiemengen eine zusätzliche Messung erforderlich.